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125 Jahre Heilig-Kreuz-Apotheke

Wir wollen Sie teilhaben lassen an unserer Gegenwart und auch an unserer Geschichte:
Im Jahre 1891, vor 125 Jahren also, gründete der Apotheker Max Buchner die „Apotheke zum Heiligen Kreuz“ in der Mondstraße am Fuße des Giesinger Berges. Beeindruckend stattlich überragte die Namensgeberin, die Heilig-Kreuz-Kirche, den ersten Standort der bald „Heilig-Kreuz-Apotheke“ genannten Apotheke. Man kann sich vorstellen, dass nach dem Kirchen-Neubau von 1866 bis 1886 das gesamte Stadtviertel innovativ und modern war. Vermutlich lag ein wenig Aufbruchsstimmung in der Luft, denn bald schon sollte die Apotheke umziehen.

Als der Architekt Georg Müller in den 1890er Jahren das Eckhaus in der Tegernseer Landstraße 49 fertigstellte, war für das Erdgeschoß eigentlich eine Gaststätte vorgesehen. Doch stattdessen mietete der Apotheker die Räumlichkeiten an und ließ eine Ladeneinrichtung aus dunklem Holz einbauen. Beim Umbau im Jahre 2000 sollte die schöne alte Holzeinrichtung erhalten bleiben und wurde darum liebevoll demontiert. Dabei trat ein ganz besonderer Schatz zu Tage. Hinter dem Innengiebel fand sich ein Holzbrett mit folgender Inschrift:

Ich verewige mich in die Einrichtung hier
weil ich nicht möchte vergessen sein
und findet deine Nase das liebliche Blatt
so denke wer es nun geschrieben hat.
Ein schneidiges Mädchen
ist des Schreiners Zier

Georg Dresch aus Mönchzell
% Heidelberg Baden geboren im
30/12 62

Diese Einrichtung
wurde gestellt als das Litter Bier
24 Pf kostete. Im Jahre Eintausend
Achthundert Einund Neunzig im April
der ersten Hälfte des Monatz